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Veranstaltung
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12.01.2018 bis 18.02.2018
Ausstellung
13.00 Uhr
Sankt-Anna-Kapelle Passau

URBEX - Erforschung von Stadt und Raum

Montags geschlossen!

Christina Kirchinger
Christian Kropfmüller
Nico Sawatzki
Melanie Siegel
Peter Untermaierhofer

Fünf Künstler und Künstlerinnen blicken auf die Stadt und zeigen sie uns aus ungewohnten Perspektiven. Sie erforschen den urbanen Raum, dokumentieren Spuren der menschlichen Zivilisation. Sie entdecken und bewerten Orte neu unter ästhetischen Gesichtspunkten. Sie dekonstruieren Gesehenes und irritieren mit imaginären Raumkonstruktionen.

Christina Kirchinger entwickelt in ihren Druckgrafiken aus Flächen und Linien eine räumliche Vision. Sie bevorzugt die Technik der Radierung, die sie mit der Aquatinta kombiniert. Die Vielfalt an Grautönen verleiht ihren Drucken eine besonders malerische Wirkung. Zu den Flächen und horizontalen Linien treten oft vertikale Achsen, sie verkörpern anscheinend architektonische Elemente, und geben dem Blick willkommenen Halt und räumliche Orientierung. Die Sujets bleiben offen für die Interpretation des Betrachters. Nur schemenhaft tauchen Kulturlandschaften auf. Die Szenen erscheinen verlassen, unwirklich und, weil meist dunkle Töne dominieren, in düstere Stimmung getaucht. Christina Kirchinger (*1987 in Straubing) studierte an der Universität Regensburg: 2012 B.A. Bildende Kunst und Ästhetische Erziehung, Französische Philologie und Kunstgeschichte; 2013 1. Staatsexamen für Realschulen in den Fächern Kunsterziehung und Englisch; 2015 M.A. Bildende Kunst und Ästhetische Erziehung. Seit 2014 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin/Doktorandin am Lehrstuhl für Kunsterziehung der Universität Regensburg. Seit 2014 ist sie Mitglied in der GBK (Gemeinschaft Bildender Künstler) Straubing und der Le Chant de l'Encre (Vereinigung von Druckgrafikern) in Frankreich. 2016 trat sie dem Berufsverband Bildender Künstler Niederbayern/Oberpfalz bei. Sie lebt und arbeitet als Künstlerin in Regensburg.

Es sind alltägliche Szenen und Raumsituationen im städtischen Umfeld, die Christian Kropfmüller beobachtet und dokumentiert. Seine fotografischen Werke mit Schnappschuss-Charakter entfalten erst auf den zweiten Blick ihre Ästhetik. Kropfmüller richtet den Blick gezielt auf Banales und gibt es in nüchternen Kompositionen wieder. Dem ursprünglichen Kontext entrissen, entwickeln die Motive eine neue, eigenständige Realität. Der Mensch rückt auf diesen Aufnahmen nicht ins Bild. Er bleibt jedoch durch seine Hinterlassenschaften spürbar. Kropfmüller betrachtet die Randerscheinungen des städtischen Lebens mit feinem Humor. Christian Kropfmüller (*1972 in Rosenheim) absolvierte in München eine Ausbildung zum Softwareentwickler und studierte im Anschluss berufsbegleitend Grafikdesign an der HTK (Hamburger Technische Kunstschule). Von 2003 bis 2014 arbeitete Christian Kropfmüller als selbständiger Designer und Art Director für nationale und internationale Unternehmen. Von 2012–2017 ist er als freier Fotograf für Unternehmen, Magazine und Agenturen tätig. Seit dem Sommersemester 2017 studiert er Fotografie an der Freien Kunstschule Wiesbaden.

Nico Sawatzki kommt aus der Street Art Szene. In der Verbindung von Graffiti und Malerei hat er seine ideale Technik gefunden. Er arbeitet großformatig mit Acryl und Sprühlack auf Leinwand. Als Graffiti-Künstler gestaltete er den urbanen Raum um. In seiner Malerei wird das räumliche Erleben selbst zum Thema. In einem Spiel aus Konstruktion und Dekonstruktion schafft er spannungsvolle und kontrastreiche Kompositionen. Der vielschichtige Bildaufbau erzeugt dabei Tiefenwirkung. Seine Werke schwanken zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Alles bleibt in der Schwebe. Monochrome Flächen treffen auf Gebäudefragmente, Linien fügen sich unvermittelt zu Raumkörpern, Perspektiven wechseln, imaginäre Gebäude zerbersten in unzählige Splitter. Nico Sawatzki (* 1984 in Regensburg) beschäftigt sich seit 1997 mit Graffiti; seit 2012 ist er als freischaffender Künstler tätig und seit Dezember 2013 Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler Niederbayern/Oberpfalz. Im Jahr 2015 erhielt er den „Artpul Kunst- u. Kulturpreis“ in Pulheim/Köln sowie den Kunstpreis des Kunst- u. Gewerbevereins Regensburg.

Melanie Siegels Werke lassen sich am besten mit dem Begriff „urbane Landschaftsmalerei“ umschreiben. Sie findet ihre Motive in ihrer unmittelbaren Umgebung, dort wo Natur und der vom Menschen geschaffene Raum aufeinandertreffen. Dabei gibt sie in ihren Werken nicht die tatsächliche Raumsituation wieder, sondern arbeitet das für sie Wesentliche heraus. Ihre Malerei schwingt zwischen Illusionismus und Abstraktion. Ihre Malweise zeichnen der Wechsel zwischen Schärfe und Unschärfe, eine akzentuierte Wiedergabe von Licht und Schatten sowie Lasurtechnik mit reduzierter Farbpalette aus. Es entstehen Bilder mit geheimnisvoller Atmosphäre und starker Anziehungskraft. Melanie Siegel (*1978 in Freiburg) absolvierte eine Ausbildung zur Bühnenmalerin und studierte danach von 2008–2014 Malerei an der Akademie der bildenden Künste München bei Prof. Karin Kneffel. 2013 wurde sie deren Meisterschülerin und beendete ihr Studium 2015 mit dem Diplom. Melanie Siegel lebt und arbeitet in München.

Peter Untermaierhofer portraitiert „Lost Places“ – meist unzugängliche Orte, die Spuren der menschlichen Zivilisation zeigen. Der Fotograf möchte die besondere Atmosphäre in den Ruinen (etwa alte Industriebauten) festhalten, bevor sie baulichen Neuplanungen zum Opfer fallen. Untermaierhofer interessiert die Ästhetik des Verfalls, zugleich möchte er eine Vorstellung davon vermitteln, wie die Welt nach dem Verschwinden des Menschen aussehen könnte. Seine Fotografien sind malerisch, kontrastreich, plastisch und dabei technisch perfekt umgesetzt. Untermaierhofer widmet sich sowohl
der Weite der Architektur wie den feinen Details. Abblätternde Farbe, Rost, Schutt, Staub und Spinnweben – in allen Motiven wird auch die Zeit spürbar. Der Betrachter ist geneigt, das Verfallene gedanklich zu rekonstruieren und wird sich seiner eigenen Vergänglichkeit bewusst. Peter Untermaierhofer (* 1983 in Eggenfelden) studierte von 2006 bis 2012 Medientechnik (Fachrichtung Mediendesign) an der Hochschule Deggendorf; 2010 absolvierte er ein Auslandssemester an der James Cook University in Townsville, Australien; seit 2013 arbeitet er als freischaffender Fotograf in Burghausen.


Ort: Sankt-Anna-Kapelle Passau

Heiliggeistgasse  4


Veranstalter: KUNSTVEREIN PASSAU e.V.

Heiliggeistgasse 4
94032 Passau
Telefon: 08502-8250

 
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